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Die frühen Jahre

Die US-amerikanische Popgruppe The Beach Boys formierte sich 1961 in Hawthorne bei Los Angeles in Kalifornien. Gründungsmitglieder waren Brian Wilson (* 20. Juni 1942), seine Brüder Dennis (* 4. Dezember 1944, † 23. Dezember 1983) und Carl (* 21. Dezember 1946, † 6. Februar 1998) sowie ihr Cousin Mike Love (* 15. März 1941) und Brians Schulfreund Alan Jardine (* 3. September 1942), der 1962 und 1963 vorübergehend durch David Lee Marks (* 22. August 1948) ersetzt wurde. Die Gründung der Band, die sich zunächst The Pendletones nannte, geht auf Dennis Wilson zurück. Dennis war ein leidenschaftlicher Surfer und versuchte, seine Gefühle für das Surfen in Lieder auszudrücken. Da er seine Gedanken nicht in Songform bündeln konnte, versuchte er, seinem älteren Bruder Brian zu beschreiben, wie es sich anfühle, auf einer Welle zu reiten. Brian Wilson liebte die Harmonien der Four Freshmen und die Arrangements von Phil Spector. Carl Wilson war ein Rock'n'Roller und begeisterte sich für Chuck Berrys Gitarren-Riffs. Diese drei Einflüsse waren entscheidend dafür, dass der „Kalifornische Sound“ geboren wurde.

Im November 1961 wurde der von Brian Wilson und Mike Love verfasste Titel Surfin' von Candix Records, einer lokalen Plattenfirma, veröffentlicht. Die Plattenfirma bestand aber darauf, dass sich die Band „The Beach Boys“ nannte. Die Platte wurde ein regionaler Hit (in Kalifornien in den Top 5) und landete in den US-Billboard-Charts auf Platz 76. Durch Vermittlung von Vater Murry Wilson bekam die Band wenig später einen langfristigen Vertrag bei Capitol Records und wurde von deren Star-Produzenten Nick Venet betreut. Den Angaben auf den Platten-Covern zufolge produzierte dieser die ersten beiden Alben, obwohl ein erheblicher Teil der Produktionsarbeit von Brian Wilson geleistet wurde. Ab dem dritten Album nahm Brian dann auch offiziell auf dem Produzentensessel Platz.

Ihre erste Capitol-Single Surfin' Safari machte die Band über Nacht US-weit zu Stars. In den nächsten Jahren (1963–-1965) hatten die Beach Boys zwanzig Top-40-Singles in den Hitparaden. Ihr Live-Album Beach Boys' Concert war vier Wochen lang auf Platz 1 und somit das erste Live-Album überhaupt, das zu einem Hit wurde. 1965 kündigte Brian Wilson, der bisher fast alle Songs geschrieben und bis auf die ersten beiden alle Alben produziert hatte, seinen Rücktritt vom Tourleben an, um nur noch zu komponieren und im Studio zu produzieren. Zunächst trat auf Tourneen Glen Campbell (* 22. April 1936) an seine Stelle, im April 1965 wurde mit Bruce Johnston (* 27. Juni 1942) ein endgültiger Ersatz gefunden.

Ohne den Tourstress produzierte Brian seine bis zu diesem Zeitpunkt besten Alben „The Beach Boys Today“ und „Summer Days (And Summer Nights!!)“; letzteres enthielt Songs wie „California Girls“ und „Help me, Rhonda“ (zweiter Nr.1-Hit für die Band, und dies auf dem Höhepunkt der Beatlemania). Völlig überraschend gelangte Anfang 1966 die Single „Barbara Ann“, die eigentlich nur zum Spaß aufgenommen worden war und ohne Wissen der Band als Single veröffentlicht worden war, sowohl in den USA als auch in England auf Platz 2.


Mitte der 1960er: Beach Boys sind ganz oben

Brian Wilson hatte viel erreicht, er wollte jedoch mehr. Ende 1965, motiviert durch das Album „Rubber Soul“ der Beatles, schwor er im Alter von 23 Jahren, er werde das größte Rock-Album machen, das es jemals auf dieser Welt geben werde. Er arbeitete mit Texter Tony Asher ein halbes Jahr an diesem Projekt, das er Pet Sounds nannte. Pet Sounds hatte mit den üblichen Themen der Beach Boys - Surfen, Sonne, Mädchen, Autos - nichts zu tun, weswegen die Plattenfirma die Arbeiten an diesem Album sabotierte und sich weigerte, das Album zu veröffentlichen. Nach unzähligen Diskussionen vertrieb die Plattenfirma „Brians größtes Album“ zunächst als limitierte Edition, was dazu führte, dass Pet Sounds 4 Wochen nach seiner Veröffentlichung bereits als Sammlerstück galt. Da das Album in den USA kaum beworben wurde, war es kommerziell relativ erfolglos und erreichte nur Platz 10 in den US-Billboard-Charts. Die „Beach Boys“ waren ihrer Zeit mit diesem Album um Jahre voraus, fanden aber in den USA keine Anerkennung. Im Rest der Welt, besonders in England, wurden sie durch Pet Sounds wirkliche „Megastars“. 1999, 33 Jahre später, sollten die „Beach Boys“ für ihr Meisterwerk schließlich den Grammy für das "Album des Milleniums" verliehen bekommen. Die Band lehnte allerdings die Auszeichnung ab und protestierte so gegen die späte Entscheidung der Juroren. Das Album Pet Sounds gilt in Fachkreisen als eines der bedeutendsten Alben der Musikgeschichte.

Für ihre nächste Single „Good Vibrations“ unternahm Brian Wilson über sechs Monate hinweg unzählige Aufnahmen in vier Studios. Als die Single im Oktober 1966 herauskam, hatte die Band einen weiteren „million seller“. Good Vibrations war in nahezu jedem Land der Welt auf Platz 1 und gilt heute noch für viele als „beste Single aller Zeiten“. Brian Wilson, kreativer Geist hinter den Beach Boys, wollte mehr und arbeitete mit Van Dyke Parks als Texter an einem neuen Projekt namens „Smile“ (siehe Smiley Smile und Brian Wilson presents Smile), das Pet Sounds noch um Welten übertreffen sollte. Brian Wilson und Van Dyke arbeiteten an etwa 30 Songs, von denen viele vollständig aufgenommen wurden, andere nur in Fragmenten. Es gab zahlreiche Probleme: Viele Aufnahmesitzungen wurden kurzfristig wieder abgesagt oder blieben ergebnislos, da Wilson nicht die richtige Stimmung spürte. So kam es, dass er diverse Songfragmente wieder und wieder in verschiedenen Fassungen aufnahm. Auch von seinen Bandmitgliedern entfremdete er sich zusehends, da diese die ausgefallenen Texte von Van Dyke Parks und Brian Wilsons Produktionsmethoden nicht mehr nachvollziehen konnten. Brian Wilsons psychische Erkrankung machte ihm mehr und mehr zu schaffen, sowie sein wachsender Drogenkonsum. Dazu gab es Streitigkeiten mit der Plattenfirma. Es ging hierbei um die Verlängerung des auslaufenden Plattenvertrages und um ausstehende Tantiemenzahlungen. Als die Streitigkeiten endlich beigelegt werden konnten und Capitol zu einer Veröffentlichung von Smile bereit war, fürchtete Wilson, dass Smile im Sog der psychedelischen Welle untergehen könne. Also gab er sein Projekt auf. Lange Jahre hielten sich die Gerüchte, Wilson habe die fertigen Smile-Aufnahmen zerstört, um einer ungewollten Veröffentlichung zuvorzukommen. Allerdings wollte dieser nur den hartnäckigen Fragen der Presse und der Plattenfirma ausweichen.

Brian Wilson war so enttäuscht über die Beendigung des Projektes, dass er sich aus dem Musikbusiness schrittweise zurückzog, in tiefe Depressionen verfiel und letztendlich viel Zeit von 1969 - 1975 zu Hause in seinem Bett liegend verbrachte (zutreffend beschrieben in dem 1992er Song Brian Wilson der Barenaked Ladies). Fragmente von Smile, seiner „Teenage Symphony To God“, erschienen aber in den nächsten Jahren auf den Alben Smiley Smile (Heroes And Villains, Vegetables (ohne das „Mama Says“-Teilstück), Wind Chimes, Wonderful, She's Going Bald), Wild Honey (Mama Says), 20/20 (Our Prayer, Cabinessence), Sunflower (der mittlere Teil von Cool, Cool Water) und Surf's Up (Surf's Up). Trotz allem fand er dennoch ab und zu den Weg in ein Studio und liess seiner kreativen Ader freien Lauf, doch nicht mehr so oft wie vor dem „Smile“-Fiasko.

Die Alben und Singles, die die Band in den Jahren 1967-1969 veröffenlichte, waren in den USA kommerzielle Flops, in Europa - vor allem in England und den Niederlanden - ging der Stern der Beach Boys in dieser Periode erst richtig auf. Die Alben sind über die wiederverwerteten Smile-Fragmente hinaus gespickt mit einigen vergessenen Perlen. Noch wichtiger - in dieser Zeit emanzipierte sich der Rest der Band und übernahm schrittweise die Produktions- und auch Kompositionsaufgaben von Brian. Auf ihrem letzten Album der 1960er Jahre, das den Titel 20/20 trug, ist zum ersten Mal Brian Wilson nicht mehr auf dem Cover abgebildet. Dieses Album enthielt mit "Do it again" den letzten Top 20 Hit des Jahrzehnts in den USA. In England erreichte dieser Titel Platz 1, drei weitere Singleauskopplungen schafften es in die Top 10.


1970er - heute: Musik mit Herz und zahlreiche Comebacks

Die Verkaufszahlen in den USA waren Ende der 60er eingebrochen. Die Band galt in ihrer Heimat als langweilig und unmodern, also gingen sie immer wieder auf Europa-Tournee, wo sie zahlreiche Fans und große Erfolge hatten. Der Plattenvertrag mit Capitol Records wurde nicht mehr verlängert. Die Beach Boys wollten ihr neues Material für ihre eigene Plattenfirma Brother Records erstellen und über einen Partner vertreiben. Allerdings hatte keine führende Plattenfirma daran Interesse, sie mit diesen Bedingungen unter Vertrag zu nehmen. Schließlich erhielten sie, durch Vermittlung von Van Dyke Parks, einen gut dotierten Vertrag bei Warner Bros., der über acht Alben laufen sollte. Das von den Kritiken sehr gelobte erste Album "Sunflower" (England Rang 29), kam in den USA über Platz 151 der Billboard Charts nicht hinaus und ist Sinnbild dafür, wie unbedeutend die Gruppe in den USA geworden war. Die Beach Boys versuchten deshalb einen Imagewandel herbeizuführen, indem sie mit ihrer Musik Probleme der Umwelt und des Kapitalismus ansprachen.

1972 verstärkte sich die Band mit den beiden südafrikanischen Musiker Blondie Chaplin (Gitarre) und Ricky Fataar (Drums), die zuvor der Gruppe „The Flames“ angehört hatten. Die Neuaufnahme der Mitglieder war deshalb notwendig geworden, da Bruce Johnston von der Band gefeuert worden war und sich Schlagzeuger Dennis Wilson eine schwere Verletzung an seiner Hand zugefügt hatte. Dennis spielte in den Jahren 1972–1974 das Piano und kehrte nach Fataars Rückzug aus der Band wieder an die Drums zurück. 1973 verbrachten die Beach Boys sechs Monate in den Niederlanden, um dort ihr Album „Holland“ einzuspielen, welches zu den besten Beach-Boys-Alben ohne Brian Wilson zählt. Mit diesem Album konnte die Band auch in den USA viele Käufer überzeugen, weswegen dieses Album gerne als "erstes Comebackalbum" betitelt wird. Durch diesen Erfolg ermutigt, beschlossen die Beach Boys, neue Veröffentlichungen zurückzustellen, um durch die USA zu touren. Sie versuchten so, ihre Fangemeinde zurückzugewinnen. In der Mitte der 70er erreichte das Album „Endless Summer“ – eine Art „Best of“ mit frühen Beach-Boys-Nummern – in den USA Platz 1 der Billboard-Charts. Die Gruppe wurde vom Rolling Stone Magazin zur „Band des Jahres 1974“ gewählt. Brian Wilson gab ein Comeback. Er und die Beach Boys brachten mit Chuck Berrys „Rock and Roll Music“ eine neue Single auf Platz 5, auch das dazugehörende Comeback-Album „15 Big Ones“ landete in den Top 10 der Charts. 1977 begannen die Verkaufszahlen wieder zu sinken, aber die „Boys“ brachten es jedes Jahr zumindest auf eine Chartnotierung (z.B Lady Lynda, UK Nr.6). 1979 wechselten sie abermals die Plattenfirma und unterschrieben einen neuen Vertrag bei Caribou Records. 1980 nahmen sie mit Keepin' The Summer Alive das letzte Album als „originale“ Beach Boys auf.

1983 verstarb Dennis Wilson bei einem Tauchunfall im Pazifischen Ozean, den er über alles liebte. Die „Beach Boys“ spielten am 4. Juli 1984, getragen von einer Nostalgiewelle, vor über 700.000 Menschen am Washington Monument, was ihnen ein Jahr zuvor noch vom damaligen US-Innenminister James G. Watt untersagt wurde. Mit „Getcha Back“ und „Wipe Out“ (mit den Fat Boys) landeten sie 1985 und 1987 in den USA Top-20-Hits. Zu dem Zeitpunkt, als Brian Wilson seinen endgültigen Rückzug bekannt gab, hatten sie mit „Kokomo“ einen unerwarteten Nr.-1-Hit und mit „Still Cruisin'“ ein neues Top-50-Album. Die Band beschränkte sich fortan darauf, zu einer reisenden Oldies-Band zu werden, und wurden zu ihrer eigenen Revival-Show. Das letzte Studioalbum „Summer In Paradise“, das sie 1992 aufnahmen, verschwand nach kurzer Zeit wieder aus den Verkaufsregalen, ohne besondere Beachtung gefunden zu haben. Danach versammelten sie sich nur noch einmal im Studio, um „Stars And Stripes Vol. 1“ einzuspielen – ein Album, auf dem sie selbst nur im Background sangen, während diverse Country-Größen (Willie Nelson, Kathy Troccoli, James House, Lorrie Morgan u.a.) den Lead-Gesang übernahmen. 1996 wollten die Beach Boys ein neues Studioalbum unter der Regie von Brian Wilson aufnehmen. Wilson schrieb dazu mit Mike Love und mit seinem Freund Andy Paley einige neue Songs, die von den anderen Beach Boys allerdings für zu schwach befunden wurden. Einige dieser Titel landeten später auf dem 2004er Brian-Wilson-Soloalbum Gettin In Over My Head und bewiesen die Charttauglichkeit des Materials.

1998 verlor Carl Wilson den Kampf gegen seine Krebserkrankung. Dies war das inoffizielle Ende der „Beach Boys“. Ohne einen einzigen Wilson-Bruder stieg auch Alan Jardine aus der Band aus. Die Beach Boys bestehen heute nur noch aus Mike Love und Bruce Johnston, die noch immer durch die Welt touren und etwa 150 Konzerte pro Jahr spielen. Mike Love plant für 2005 ein Soloalbum.

Alan Jardine tourt unter dem Namen Al Jardine's Endless Summer Band (mit seinen Söhnen Matt und Adam, Brian Wilsons Töchtern Carny und Wendy Wilson und einigen langjährigen Beach-Boys-Tour- bzw. -Session-Musikern wie Ed Carter).

Brian Wilson tourt unter dem Namen Brian Wilson & the Wondermints durch die Welt und veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen neues Material – zuletzt 2004 „Gettin In Over My Head“ (US-Charts Platz 100, UK Platz 53) und eine Neuaufnahme von „Smile“ (US Platz 13, UK Platz 7). Im Oktober 2005 veröffentlichte Brian mit "What I really want for for Christmas" sein drittes Studioalbum binnen 1 1/2 Jahren.

Für 2006 kündigten die Beach Boys ein neues Album mit drei neuen Songs sowie einigen raren Stücken an. -Die Hoffnung der Fans, verborgene Schätze aus dem Beach Boys Archiv zu bekommen, schwand allerdings. Das angekündigte Album besteht lediglich aus 9 Live-Aufnahmen der größten Hits sowei drei Songs aus den einzelnen Solo-Projekten. Mike Love steuert "Cool Head, Warm Heart" bei, das aus seinem unveröffentlichen Solo-Album "Mike Love, not war" stammt. Al Jardine steuert "PT Cruiser" bei, ein Lied das bereits 2003 als Single veröffentlicht wurde und floppte. Brian Wilson und seine neue Band nahmen "The spirit of rock´n´roll" auf. Dieser Song wurden von den Beach Boys 1986 in Waikiki gesungen, wurde allerdings nie veröffentlicht.

Nachhaltige Auswirkungen der Beach Boys

* Die Beach Boys waren die erste Band, die sich selber produzierten. Damit ebneten sie den Weg für Generationen von Musikern und Bands. Bis zu diesem Zeitpunkt waren Bands immer einem Produzenten unterstellt, den die Plattenfirma der Band zuwies.
* Die Beach Boys waren die erste Band, die nicht das Studio ihrer Plattenfirma für ihre Aufnahmen benutzte. Die Band bevorzugte die Western Studios in Los Angeles. Selbst die Beatles nahmen nur die hauseigenen EMI-Studios in Anspruch.
* Das Beach Boys Album Concert war das erste Live-Album, das Platz 1 der US-Billboard-Charts erreichte.
* Mit dem Album Pet Sounds bestritten die Beach Boys neue Wege in Aufnahmetechnik und Klang. Das Album war das erste in der Reihe der „großen Rock Alben“ und war ein Wegweiser für Musiker und Produzenten, die sich nach der Veröffentlichung von Pet Sounds berechtigt fühlten, auch ihren kreativen Geist spielen zu lassen. Paul McCartney und George Martin wiesen in Interviews häufiger auf diese besondere Rolle des Pet Sounds Albums hin. "Without Pet Sounds, Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band wouldn't have happenned...Pepper was an attempt to equal Pet Sounds" (Sir George Martin, Producer of the Beatles).
* 1966 veröffentlichten die Beach Boys das Stück "God Only Knows". Dies war das erste Mal, dass das Wort "Gott" im Titel eines Popsongs vorkam. Vor allem das konservative Amerika reagierte entsetzt und einige Radiosender weigerten sich, den Titel zu spielen.
* 1966 gründeten die Beach Boys ihre eigene Plattenfirma Brother Records. Auch hier waren sie Vorreiter. Ursprünglich war mit dieser Plattenfirma geplant, musikalische Experimente veröffentlichen zu können, ab den 1970er Jahren vertrieben sie ihre Musik über ihr Label.
* Das Album Smile, das für eine Veröffentlichung 1967 vorgesehen war, sollte das erste Konzeptalbum in der Popmusik werden.
* Die Beach Boys waren 1968 die erste westliche Band die in der Tschechoslowakei spielte.



Alle die dabei waren *hehe*


Brian Wilson, 1961 – 1988

Brian Wilson ist bis heute Mitglied der Beach Boys, allerdings geht er mit der Band nicht mehr auf Tournee. Instrumente: Gesang, Bass, Keyboard

Brian Wilson, geboren 1942, war das musikalische Genie in der Band. Er komponierte die meisten Songs der Beach Boys in den 1960er Jahren, dazu produzierte er die Alben. Brian sang die zweite Leadstimme, vor allem sang er die langsamen Balladen und die hohe Falsettstimme. Ende der 1960er Jahre zog er sich mehr und mehr aus dem Musikbusiness zurück und trat nur noch sporadisch in Erscheinung. 1976 gab er ein Comeback, dass allerdings bald vorbei war. 1988 trat er endgültig aus der Band aus und veröffentlichte sein erstes Solo Album. Brian veröffentlichte in den Jahren 1988 bis 2005 acht Alben, das neunte erscheint im Oktober 2005.
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Dennis Wilson, 1961 – 1983

Instrumente: Drums, Keyboards, Gesang

Dennis Wilson, geboren 1944, war es, der die Gründung der Band vorantrieb. Er inspirierte Brian dazu, Songs über das Surfen zu schreiben. Dennis kam selber allerdings nur auf Drängen der Wilson Mutter in die Band da er kein Instrument spielen konnte und seine Stimme ebenfalls nicht sonderlich ausgeprägt war. Er lernte allerdings sehr bald die Drums zu spielen, dazu Klavier und Gitarre. Dennis spielte auf der Bühne die Drums, im Studio übernahm diesen Part allerdings ein Studiomusiker. Dennis war der einzige, der wirklich surfen konnte und war vor allem beim weiblichen Publikum sehr beliebt.

Als sich Brian ende der 60er Jahre zurückzog, begann Dennis damit Songs zu schreiben und steuerte viele Lieder auf Beach Boys Platten bei. Er produzierte diese Stücke auch meisterhaft. Dennis war der erste Beach Boy, der eine Solo-Platte heraus brachte. Pacific Ocean Blue wurde 1978 veröffentlicht und hatte sogar einen kurzen Aufenthalt in den Charts.

Dennis starb im Dezember 1983, als er im pazifischen Ozean ertrank.
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Carl Wilson, 1961 – 1998

Instrumente: Lead Gitarre, Gesang

Carl Wilson, geboren 1946, war der jüngste der Wilson-Brüder. Er spielte die Lead-Gitarre. Ab 1966 sang er des öfteren die Lead Stimme zu vielen Songs. In den 1970er und 1980er Jahren tritt Carl als Komponist und Produzent in Erscheinung.

Carl brachte Anfang der 1980er Jahre 2 Solo-Alben heraus. Nach dem Tod seines Bruders legte er seine Solo Ambitionen allerdings ad acta und konzentrierte sich fortan nur noch auf die Band.

1997 erfuhr Carl, dass er an Lungenkrebs litt. Trotz der Krankheit und der Chemotherapie, machte er die gesamte Sommer Tournee des Jahres 1997 noch mit. Dazu arbeitete er an seinem letzten Soloalbum „Like a brother“ welches im Jahr 2000 veröffentlicht wurde.

Carl starb im Februar 1998 an den Folgen seines Krebsleidens.
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Mike Love, seit 1961

Instrumente: Lead Gesang, Saxophon

Mike Love, geboren 1941, war der älteste in der Band. Mike schrieb viele Texte zu der Musik von Brian Wilson. Er schrieb gerne über Mädchen, das Leben am Strand, schnellen Autos und Kalifornien. In den 1970er Jahren arbeitete er oft mit Dennis und Alan Jardine. Hier schreibt der reifere Mike Love über Romantik, Liebe und bringt seine Sorge um die Umwelt zu Papier. Ebenso tritt er in diesem Jahrzehnt als Komponist in Erscheinung.

Mike Love ist Anhänger der Transzendentalen Meditation die er 1967 vom Maharishi persönlich gelernt hatte. Mike tritt heute noch als Prediger auf.

Darauf angesprochen, wie oft er in seinem Leben bereits verheiratet war, muss er selber die Stirn runzeln. 6 Ehen sind bestätigt, 4 weitere scheinen möglich (also insgesamt 10). Zur Zeit ist er mit dem Model Jaqueline Piesen verheiratet. Diese Ehe hält immerhin schon 11 Jahre. Piesen ist 25 Jahre jünger als Love.

Mike Love unterhält zwei riesige Anwesen. Eines davon steht auf Maui, Hawaii, das zweite am Lake Tahoe. Love tourt heute noch gemeinsam mit Bruce Johnston unter den Namen „The Beach Boys“ durch die Welt.
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Alan Jardine, 1961, 1963 – 1998

Instrumente: Gitarre, Bass, Gesang Alan Jardine ist bis heute Mitglied der Beach Boys, allerdings geht er mit der Band nicht mehr auf Tournee!


Alan Jardine, geboren 1942, war ein Schulfreund von Brian Wilson. Er trat der Band bei, weil er dachte, die Jungs würden eine Folk-Music Gruppe gründen. Er verließ die Gruppe nach wenigen Monaten. 1963 bat Brian Wilson ihn darum, ihn bei einer Tournee zu vertreten. David Lee Marks, der Jardine ersetzt hatte, stieg im selber Jahr aus der Band aus, was Alan zu einem regulären Mitglied der Band machte.

Al stieg 1998, nach dem Tod von Carl, aus der Band aus da für ihn die Beach Boys ohne einen einzigen Wilson nicht mehr existierten. Er unterhält heute ein Aufnahmestudio und lebt auf einer Farm. Außerdem engagiert er sich für die Erhaltung der Strände und hat kleinere politische Ämter. Dazu tritt er mit seiner neuen Band ab und an auf um die alten Beach Boys Hits zu spielen.

Alan schrieb in den 1970er zahlreiche Songs für die Beach Boys. Sein größter Erfolg war der Titel Lady Linda der Platz 6 in England erreichte. Der von ihm produzierte Song Cottonfields erreichte in 4 Ländern Platz 1. Er war allerdings für den größten Flop in der Geschichte der Beach Boys verantwortlich. Das von ihm produzierte M.I.U Album (1978) ging sang und klanglos unter, es war nach 4 Wochen wieder aus den Verkaufsregalen verschwunden.
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Bruce Johnston, 1965 – 1972, seit 1979

Instrumente: Bass, Keyboards, Gesang

Bruce Johnston, geboren 1942 als Billy Baldwin, war bereits in jungen Jahren Mitglied der Richie Valens Band. 1965 fragte ihn Brian, ob er ihn fortan auf den Tourneen ersetzen wolle, da Brian Tourneen hasste. Johnston stimmte sofort zu. 1968 trat er zum ersten Mal als Komponist und Produzent für die Beach Boys in Erscheinung, auch in weiterer Folge steuerte er sporadisch Songs hinzu. 1972 verließ er die Gruppe. 1978 hatte er seinen größten Erfolg. Barry Manilow machte aus dem von Johnston geschriebenen Song „I write the songs“ einen weltweiten Nr. 1 Hit für den Johnston den Grammy gewann. Nach diesem Erfolg war er für die Beach Boys wieder interessant geworden und er produzierte die nächsten beiden Alben der Gruppe. Dazu wurde er wieder ein bestes Mitglied der Band und ist es heute noch.
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David Lee Marks, 1962 – 1963, 1998 – 2000

Instrumente: Gitarre, Chorgesang

David Lee Marks, geboren 1948, war ein Nachbar der Wilsons. Er kam um die Band um Alan Jardine zu ersetzen. David hatte von seiner kleinen Rolle in der Band allerdings bald genug und wollte selber eine große Karriere machen. Also stieg er 1963 wieder aus der Band aus, ging zurück zur Schule und gründete später die Band Dave & the Marksmen. Im Jahr 1998 gab er ein Comeback, da er von Mike Love für 2 Jahre für die anfallenden Tourneen verpflichtet wurde.
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Blondie Chaplin, 1972 – 1973

Instrumente: Gitarre, Gesang

Blondie Chaplin war ein schwarzer Südafrikaner, der vom Apartheidsregime in Südafrika geflohen war. Er kam zeitgleich mit seinem Freund Ricky Fataar zur Band. Dies war nötig geworden, da Bruce Johnston aus der Band ausgestiegen war und Dennis Wilson sich schwer an seiner Hand verletzt hatte.

Chaplin und Fataar steuerten einige Songs auf den Beach Boys Alben „So Tough“ und „Holland“ bei und sorgten für einen R&B lastigeren Sound.

Chaplin wurde 1973 noch während eines Konzertes in New York gefeuert, da er sich mit dem Manager der Beach Boys angelegt hatte. Heute tourt Chaplin mit den Rolling Stones und ist auch als Studiomusiker auf ihren Alben vertreten.
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Ricky Fataar, 1972 – 1974

Instrumente: Drums, Moog, Gesang

Ricky Fataar sorgte mit seinem R&B lastigen Schlagzeugspiel dafür, dass die alten Beach Boys Songs plötzlich wieder neu und moderner klagen. Er spielte auf den Aufnahmen zu So Tough und Holland, schrieb hierfür einige Songs und produzierte sie auch. 1974 stieg er allerdings aus der Band aus. Fataar wollte lieber im Studio arbeiten und hatte die ständigen Tourneen der Beach Boys einfach satt. Er besuchte häufig Dennis Wilson, der alleine im Studio arbeitete, und half ihm bei den Aufnahmen. Fataar ist ebenso auf Dennis Solo Album zu hören. Ebenso ist er als Studiomusiker auf einigen weiteren Beach Boys Alben vorzufinden.
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Mitglieder der Bühnenband

Die Touring Band wurde installiert, da die Beach Boys einen sehr matten Live-Sound hatten und die meisten Songs, die aufwendig Orchestriert waren, von 5 Leuten nicht spielbar waren. Langjährige Mitglieder dieser Band waren:
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Billy Hinsche, 1971 – 1997

Instrumente: Gitarre und Keyboards.

Billy Hinsche war der Schwager von Carl Wilson, der mit Annie Hinsche verheiratet war. Er sollte Ende der 1960er Jahre ein reguläres Mitglied der Band werden und den Platz von Bruce Johnston einnehmen. Doch Billy lehnte ab. Erst Anfang der 1970er schloss er sich den Beach Boys als Tournee Musiker an. Er blieb bis zum Tode von Carl Wilson Teil der Touring Band und schloss sich danach Alan Jardine an. Außerdem ist er Teil des Trios Ricci (Martin), Dion & Billy.
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Ed Carter, 1968 – 1997

Instrumente: Bass, Gitarre

Ed Carter wurde 1968 Mitglied der Touring Band. Er wurde als Bassist engagiert da Brian nicht mehr auf Tournee ging und das Bassspiel für dessen Ersatz, Bruce Johnston, nicht gerade die Stärke war. Auf vielen Studioalben der Beach Boys spielte er dazu die Gitarre. Trotzdem wurde er nie offiziell ein Beach Boy. 1978 schloss er sich gemeinsam mit Mike Love und anderen Tour Musikern der Band „Celebration“ an. Diese Gruppe nahm den Soundtrack zum Film „Almost Summer“ auf. Der von Brian Wilson komponierte Titelsong schaffte es in die Top30 der amerikanischen Charts. Auch Carter stieg im Jahre 1997, nach der letzten Tournee mit Carl Wilson, aus der Band aus und schloss sich Alan Jardines neuer Band an.
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Mike Kowalski, seit 1968

Instrument: Drums

Mike Kowalski wurde 1968 als Unterstützung für Dennis Wilson in die Band geholt. Er kümmerte sich anfangs um die Percussions und den Grundtakt der sehr kompliziert gewordenen Stücke. Ebenso wie Dennis hatte auch Mike Kowalski einige Defizite in seinem Schlagzeugspiel. Auch er war ein Mitglied der Band „Celebration“. Kowalski tourt heute noch mit Mike Love und Bruce Johnston.
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Charly Munoz, 1970er Jahre

Instrument: Keyboards

Carly Munoz hatte vor allem auf Dennis Wilson einen großen Eindruck gemacht. Er hielt ihn für sehr talentiert. Dennis wollte einige von Carly geschriebene Songs auf seinem zweiten Soloalbum Bamboo verewigen, allerdings kam dieses Album niemals heraus.
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Ron Altbach, 1970er Jahre

Instrument: Keyboard

Ron Altbach kam ebenso in den 1970er Jahre in die Touring Band und war auch im Studio vertreten. Altbach schrieb gemeinsam mit Alan Jardine einige Songs in den späten 1970er Jahren und produzierte mit Jardine das M.I.U Album. Auch er war ein Teil der Band Celebraton.
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Jeffrey Foskett, 1980er Jahre

Instrument: Gitarre, Gesang

Jeffrey Foskett stieg in den 1980er Jahren in die Touring Band mit ein. Rund ein Jahrzehnt später kam er als Bandleader in die Touring-Band von Brian Wilson
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Matt Jardine, 1980er Jahre – 1997

Instrument: Percussion, Gesang

Matt Jardine war der älteste Sohn von Alan Jardine. Er tourte beinahe 15 Jahre mit der Band und sang dort vor allem die hohen Falsett Stimmen. Er hatte auch einige Lead Einsätze, so zum Beispiel am Song „Don't worry Baby“. Matt stieg allerdings aus der Band aus, als auch sein Vater die Band verließ und schloss sich dessen Gruppe an.
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John Stamos, 1984 – 1997

Instrumente: Drums, Percussion, Gitarre, Gesang

John Stamos war kein wirkliches Mitglied der Beach Boys Band, er absolvierte als „Special Guest“ einige Konzerte. Stamos, bekannt geworden durch seine Rolle als Onkel Jessy in der Serie Full House, war ein großer Fan der Beach Boys. 1992 nahm er mit der Band den Song Forever neu auf und produzierte diesen auch. Auch der zweiteilige Fernsehfilm über die Beach Boys – An American Family – geht zum größten Teil auf Stamos zurück.

Weitere wichtige Mitglieder der Vergangenheit waren Adrian Baker, Mike Meros, Bobby Figureoa, Richie Cannata und Charley Lloyed von denen einige heute noch mit Alan Jardine spielen.




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